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Anna Osterhage hat in Amberg ein eigenes Mode-Label gegründet - Aus heimischen Produkten

Anna Osterhage hat in Amberg ein eigenes Mode-Label gegründet - Aus heimischen Produkten

Vergangene Woche noch war Anna Osterhage auf der Fashion-Week in Berlin, um ein wenig die Werbetrommel für Waschechter Bayer zu rühren und ein paar neue Kunden an Land zu ziehen. Wobei: Waschechter Bayer heißt die Marke an sich nur im Freistaat. Nicht-Bayern können die typischen Jacken, T-Shirts und Mützen unter dem Kürzel WBY kaufen. "Wir sind zwar noch nicht auf dem Level angekommen, dass uns Wöhrl oder Breuninger verkaufen - aber eine Stufe darunter sind wir bereits", sagt Anna Osterhage voller Stolz.

Denn das Geschäft ist hart, Neugründungen tun sich relativ hart auf dem Markt. "Es ist eine knallharte Preis-Range", sagt die Jungunternehmerin. Anna Hubmann verwendet relativ viele Anglizismen. Das hat sie von ihrem Designstudium in Leipzig einfach so im Blut. Denn an sich verkauft sie ein sehr urbayerisches Lebensgefühl. "Ich wollte immer ein Produkt mit sehr viel Urgefühl", schildert sie die Anfänge von Waschechter Bayer. Angefangen hat sie mit T-Shirts. "Ich dachte, das ist das leichteste Produkt, doch in Wahrheit ist gerade das sehr schwierig." 

Gestartet wurde mit einer weißen bayerischen Linie, auf dem der Löwe in verschiedenen Farben prangte. "Der Löwe, der steht für Stolz und Stärke." Und er kam an: Waschechter Bayer legte einen tollen Start hin, bekam zunächst vor allem in Kirwa-Kreisen eine große Bekanntheit. Es folgte die erfolgreiche Kooperation mit dem Oktoberfest-Fanshop, welche die Reichweite noch einmal erhöhte. Keine Frage, dass die Trachten-Linie auch weiter zum Erfolgskonzept gehören wird. "Wir machen jetzt eine Trachtenhemd - und die Jacken gehen sowieso immer", freut sich Anna Osterhage über den Erfolg ihrer Modekollektion. "Das passt einfach gut zur Lederhose." Relativ neu im Sortiment sind die Mützen. Sofort fällt da der Name Boshi, die Erfolgsgeschichte von ein paar jungen Leuten, die mit selbst gehäkelten Mützen aber vor allem mit der eigenen Wollkollektion und den Häkelanleitungen richtig groß geworden sind. Geht es dabei aber vor allem um das Coolsein, legen Anna Osterhage und ihre drei Mitstreiterinnen großen Wert auf Qualität. Die Mützen sind sehr hochwertig gefertigt, sind aus naturreinen Materialien und ein rein heimisches Produkt. So sind die Fellpüschel auf den Mützen garantiert nicht aus chinesischen Hauskatzen gefertigt sondern werden vom deutschen Hersteller aus Fuchs, Hase oder Waschbär hergestellt. 

Wichtig ist: Alle Mützen sind handgefertigt. Jeden Dienstag treffen sich Anna Hubmann, Daniela Bär, Stephanie Schwanzl und die erfahrene "Strick-Omi" Hedwig Neunteufel in den Firmenräumen in der alten Villa an der Amberger Maxallee und stricken oder häkeln. Jede Mütze erhält einen Anhänger, aus dem hervorgeht, wer sie gefertigt hat und aus welchen Materialien sie sind. "Bei uns muss alles perfekt sein", nennt Anna Hubmann den Unterschied zu anderen Lifestyle-Marken. "Teilweise schauen wir auch in alten Strickbüchern nach, wenn wir nach Mustern suchen." 

Aufwendige Produktion

Die sehr aufwendige Produktion hat den Vorteil, dass auch nach Wunsch gefertigt werden kann. Jeder Laden, in dem die WBY-Mützen verkauft werden, kann ihnen so seine individuelle Note geben. In diesem Winter verkaufen sich übrigens die Glitzer-Modelle sehr gut, die mit Swarovski-Steinen bestückt sind. Kinder mögen die bunten Mützen mit dem Bommel aus Lammwolle. Und für die ganz Kleinen bietet das Unternehmen auch noch Babyschuhe an. Die sitzen, wärmen und schauen auch noch gut aus. 

Mit Begeisterung zeigt Anna Hubmann ihre Mützen, Shirts und Jacken. Sie hat viel Freude, sich und ihre Produkte zu präsentieren. Dabei macht das nicht immer so großen Spaß. Denn das Modegeschäft ist ein sehr hartes Brot. Viele Tage im Jahr ist Anna Osterhage auf Kundenakquise unterwegs, kennt die Probleme, in die Auftragsbücher der großen Zwischenhändler oder Kaufhausketten zu kommen. Dabei verkaufen inzwischen einige Läden die Produkte von Waschechter Bayer. Dazu kommt der Versand via Internet - übrigens in einer liebevoll gestalteten Pappschachtel mit dem Löwen drauf. 

Aber nicht immer kommt Anna Osterhage so gut an. "Ich bin auch schon aus Geschäften gewiesen worden", schildert sie die Erfahrungen als Reisende in Sachen eigener Mode. Aber diese Augenblicke werden immer seltener. Denn tatsächlich kennen mehr und mehr Menschen die Marke Waschechter Bayer aus Amberg - die mit dem Löwen.

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